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Verschiedenes zu Spanien und Portugal  Spanien  Portugal Reiserouten, Reiseberichte und was sonst nirgendwo passt

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Alt 08.09.2018, 19:43   [FR-ES-PT] 3 Wochen pro Land im Frühling 2018   #1 (Link direkt zu diesem Beitrag)   nach oben 
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Standard [FR-ES-PT] 3 Wochen pro Land im Frühling 2018

FRANKREICH - SPANIEN - PORTUGAL
Tirol, Provence-Alpes-Côte-d'Azur, Occitanie, Figueres, Toledo, Extremadura, Alentejo, Fels-Algarve, Costiera Vincentina, Lisboa, Tomar, Coimbra, Porto, Galizia, Oviedo, Cantanbria, Baskenland, Nouvelle-Aquitaine, Nantes, Bodensee, Tirol

10500km, Gesamtkosten inkl. Sprit, Maut, Eintritte, Campingplätze und Kofferraum voller Wein für zu Hause: EUR5400,-.

Hallo,

Ich beschreibe hier eine Reise, wie ich sie schon seit 20 Jahren machen will, damals wäre das noch in diesem Gefährt gewesen: R11. 2018 ist unser Sohn ein Jahr im Ausland, meine Frau wechselt den Job und so können wir die Monate April und Mai für diese Reise freispielen.

Wir hatten bis jetzt nie eine (zeitlich) so lange Reise getätigt, mehr als drei Wochen waren es noch nie. Vor dem Abfahren wussten wir, dass mindestens die folgenden Punkte anders sein werden:
  • Es ist unmöglich alle Stellplätze vorab zu prüfen, obwohl ich vor allem rund um die Städte einiges herausgesucht hatte. Für den Rest gilt der Dank park4night!
  • Es ist unmöglich ein ähnlich intensives touristisches/sportliches/etc. Programm durchzuziehen. Man wird auf der Reise Urlaub vom Urlaub brauchen.
  • Es ist unmöglich Bücher für diese Zeit mitzuschleppen, also Anschaffung eines E-Readers.
  • Es ist nötig zwischendurch Wäsche zu waschen. Theoretisch ist das kein Problem, aber rein praktisch mühsam: Standort unromantisch und oft kaputte Maschinen.
  • Es ist nicht nötig grosse Ausrüstung wie Kanu, Rad, etc. mitzunehmen. Es gibt genug so zu tun.
Wir kannten die Iberische Halbinsel nicht, jedenfalls nicht per Camper im Frühling. Wir wussten, dass es kalt sein kann am Hochplateau (das den Grossteil der Halbinsel ausmacht), dass es an der Atlantikküste viel Wind gibt und dass es in Nordspanien viel regnen kann. Das wird sich alles bewahrheiten. Ende März sehen wir Schneepflüge rund um Madrid. Wenn der Wind an der Westküste nachlässt, fällt dort der Nebel ein. Im Norden ist es ähnlich, ausser dass es ohne Wind ziemlich sicher regnet.

Natürlich hatten wir eine Mehrheit brauchbarer Tage, aber dieser Frühling 2018 war besonders kühl in der Gegend, die Einheimischen haben sich überall darüber beschwert. Es fehlten bis zu 10°C auf das durchschnittliche Tagesmaximum. Das Wetter zwang uns öfters zu Pausen, bescherte uns aber auch ungute Verkühlungen.

Ein fundamentaler Fehler war die Idee, einen Ortswechsel vorzunehmen, wenn das Wetter nicht passt. Solange wir nach Süd-Westen unterwegs waren, klappte es noch recht gut. So haben wir den Aufenthalt in der spanischen Extremadura verkürzt und sind schneller ins portugiesische Alentejo gefahren. Aber sobald man an der Westküste ist, klappt das nicht mehr, denn ins Landesinnere fahren ist zwecklos:
  • Die ganze Feuchtigkeit vom Meer ist bis zum iberischen Plateau schneller unterwegs, als man mit dem Auto fahren könnte.
  • Die Strecken sind zu gross, unter drei Stunden kommt man nicht in ein anderes klimatisches Gebiet. Nach Norden oder nach Süden fahren bringt in Sachen Wetter überhaupt nichts.
  • Nach Osten fahren führt unweigerlich auf rund 500m Seehöhe. So verliert man aber auch gut 10°C an Mindesttemperatur. Wenn man mit sparsamen 14°C an der Küste wegfährt, hat man 4°C Nachts in den Bergen und am Plateau. Das geht bis Mitte Mai so.
Somit wurden alle unsere Erfahrungen der Winterreisen in den Süden (Sardinien und Sizilien) schlagend. Das galt auch für die wenigen offenen Campingplätze (die Saison beginnt in Portugal erst im Juni und in Nordpanien erst im Juli).

Vorurteile von Freunden und Reisefühern, die wie bestätigt fanden:
  • Lange Mittagpausen und Montags alles geschlossen (das begann schon auf der französischen Seite der Pyrenäen).
  • Der Jamón iberico ist für sich eine Reise wert, was wir zu Hause bekommen hält den Vergleich nicht stand. Das gilt ebenso für Sardinen und Porto.
  • Sehr teure Autobahnen in Portugal, ungutes Mautsystem wenn man nicht über die wenigen Checkpoints im Norden und Westen einreist. Aber dafür leere Autobahnen.
  • Die Küsten sind von Surfern beschlagnahmt.
  • Abgesehen von wenigen Ausnahmen ist Portugal keine Gourmet-Reiseziel. Spanien genauso wenig, ausser man investiert ernsthaft (EUR100 pro Person und mehr).
  • Fisch kostet quasi nichts. Man braucht also keine Angelrute mitnehmen. Ausserdem sind die Küsten recht fischarm.
  • In Portugal sind Grundnahrungsmittel, Campingplätze und Eintritte recht billig.
  • Strengere Vorschriften zum Halten und wild stehen in Nordspanien, alle Städte sind extrem teuer.
  • Es gibt keine Nebensaison in den portugiesischen touristischen Hauptzielen wie Lissabon, Porto, Coimbra, etc. Um etwas Entdecker-Feeling aufkommen zu lassen, kann man nur sehr früh kommen (vor 10 Uhr).
  • Abseits der Autobahnen und Schnellstrassen recht abenteuerliche Strassenqualität in Spanien und Portugal.
  • Es gibt Gassen, wo unser Trafic nicht durchpasst...
Nicht bestätigte Vorurteile, ganz im Gegenteil:
  • Überhaupt kein Sicherheitsproblem in Spanien.
  • Überhaupt kein Problem an der Küste zwischen Portugal und der Loire-Mündung frei zu stehen. Die GNR (Portugal) und die anderen Polizei-Arten in Spanien kommen vorbei, grüssen und fahren wieder, auch Ende Mai. Die Regel nicht unter 100 Meter von der Küste übernachten zu dürfen ist ein Märchen.
  • Alles ist extrem sauber, kein Vergleich mit Süditalien.
  • Alles ist fast überall erhältlich, französische Supermarktketten (Intermarché und Carrefour) in Portugal.
  • Wenig kostenpflichtige Autobahnen in Spanien. Wir fanden nur welche rund um Madrid und Bilbao.
  • Total ruhiger Fahrstil, man glaubt in Skandinavien unterwegs zu sein.
  • Keine störenden Dauer-Camper an den Küsten. Wie in Italien stehen sie meist gedrängt auf öffentlichen Parkplätzen an den Stränden.
Die Vorbereitungen:
  • Grosses Service für den Trafic, aber nichts aussergewöhnliches
  • Auswahl von Standorten und Sehenswürdigkeiten auf einer Online-Karte und offline am Handy mit OSMAnd. Das war viel Vorarbeit, aber praktisch um nicht irgendwo vorbeizufahren. Mehr als ein Viertel haben wir nicht besichtigt, es bleibt also noch genug für weitere Touren dort übrig!
  • Die Wohnung für das alleine Lassen fit machen und vorab klären, welche Rechnungen am Postweg eintrudeln könnten. Alles klappte nicht, ein paar Mahnungen langten ein.
  • Sachen doppelt mitnehmen, wir werden es auch brauchen weil immer wieder etwas kaputt wird: Kocher, Stirnlampe, Ladegeräte, Medikamente. Man kann zwar alles nachkaufen, aber oft sucht man dann doch länger als einem lieb ist.
  • Ein zusätzlicher 10-Liter-Wasserkanister zu den 2x25 Liter eingebauten. Sehr nützlich in Portugal, wo fast alles Wasser gechlort ist. Wir werden immer wenigstens einen Kanister/Tank mit gutem Trinkwasser haben ohne das die anderen für Nutzwasser leer sind.
  • Einige Eintritte Wochen/Monate vorab reservieren.
Pannen:
  • Unser Benzinkocher gibt nach 12 Jahren und im letzten Drittel der Reise den Geist auf. Wir machen mit dem Bistro-Kocher weiter, aber das Nachkaufen der Gasflaschen ist nicht immer einfach.
  • Meine elektrische Wasserheizung brennt recht bald durch. Wir müssen also Wasser am Kocher wärmen (vor allem für die Katzenwäsche).
  • Lahmes Kupplungspedal, nach 5000km ist es noch immer so, aber nicht schlimmer geworden und die Geschwindigkeiten kann man trotzdem wechseln.
  • Zwei Grippale Infekte, das Auskurieren im Camper bei Sauwetter ist nicht ganz einfach.
Wir blieben fast die ganze Zeit nahe der Küste, nur den faden Abschnitt von Biarritz bis Bordeaux haben wir ausgelassen und haben eine Woche in der Dordogne verbracht. Nach fünf Wochen Atlantik reichte es mir und so fuhren wir ins Hinterland um uns aufzuwärmen. Abgesehen von diesem Abstecher haben wir grob unsere Route beibehalten.

Wichtige Bemerkungen: das Aufbereiten der rund 15000 Photos dauert natürlich, ist noch immer nicht abgeschlossen und somit wird der Bericht noch lange nicht fertig werden können. Und wie so oft beginnt eine Reise bei mir in der Provence
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Alt 21.09.2018, 18:45   AW: [FR-ES-PT] 3 Wochen pro Land im Frühling 2018   #2 (Link direkt zu diesem Beitrag)   nach oben 
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Standard AW: [FR-ES-PT] 3 Wochen pro Land im Frühling 2018

Der Anfang der Reise führt für uns in eine gut bekannte Gegend, wir verbringen gleich zwei Wochen zwischen Menton und den Pyrenäen.

28. März 2018, Tag 2: Tirol - Menton

Diesmal kein Photo der Abfahrt zu Hause, aber das Wetter ist miserabel und es schneit in den Bergen in der Nacht vor der Abfahrt. Wir müssen über den Brenner (1370m) und ich will es nicht riskieren gleich, hier hängen zu bleiben, wir spulen also die ganzen restlichen 10000km der Reise mit den Winterreifen ab. Aber letztendlich überschritt auf der ganzen Reise die Temperatur selten 20°C, somit waren die Winterreifen nie zu schwammig. Vielleicht halfen sie uns auch auf einigen sandigen Abschnitten in Portugal?...

Die Fahrt durch die Po-Ebene war ereignislos:


Kaugummi zwischen Asphalt und Winterreifen


Es geht gewohnt dahin: Brenner, Affi, Voghera, Piacenza, Genova, Menton, wo wir um ca. 17h30 ankommen und gleich lokal einkaufen gehen. Es nichts unguter als im Urlaub das selbe zu essen wie zu Hause! Anschliessend wollen wir wie schon öfters auf einen Stellplatz hoch oben über Monaco übernachten. Doch als wir dort vorbeikommen ist der Platz meterhoch mit Erde überhäuft, darauf stehen nun grosse Bäume, da hat sich wohl irgendwer gestört gefühlt (das Grundstück dahinter gehört Stéphanie de Monaco...). Wir fahren also die Strasse weiter bis zum Schranken vor dem Mont Gros. Hier gibt es nicht viel Platz, aber mit unserem kleinen Trafic passen wir hin und für diese eine Nacht reicht es. Aber für die Zukunft braucht es fix eine Alternative.


Unser Trafic am kleinen Parkplatz vor dem Mont Gros



Da es noch nicht dunkel ist und man vom Standort aus kaum etwas sieht, gehen wir noch in ca. 15 Minuten zum Paragleiter-Abflugplatz am Gipfel des Mont Gros hoch.


Treppe unter dem Mont Gros



Oben lohnt der Ausblick auf das Cap Martin und Monaco


Aussicht vom Mont Gros nach Monaco



der Blick nach Südosten:


Cap Martin



29. März 2018, Tag 3: La Turbie

Wir kaufen am Markt in la Turbie ein:


Stand mit Gerichten aus Nizza in la Turbie


[Fortsetzung folgt!]
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Alt 05.10.2018, 10:03   AW: [FR-ES-PT] 3 Wochen pro Land im Frühling 2018   #3 (Link direkt zu diesem Beitrag)   nach oben 
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29 März 2018: Wanderung um das Cap Ferrat

Es handelt sich doch um eine Tour mit 14km, mit Besichtigungen unterwegs und somit sind wir einen ganzen Tag auf den Beinen. Normalerweise kann man hier gar nirgends parken (erst recht keinen Camper, wie klein er auch sein mag), aber in dieser absoluten Nebensaison können wir gleich am Kap beim Leuchtturm stehen bleiben.

Wir beginnen also ebenda. Anfangs ist der Himmel noch bedeckt, aber es bessert sich im Laufe des Tages:


Leuchtturm am Cap-Ferrat



Das Cap Ferrat ist nicht nur versnobt, hier gibt es auch Militärzonen und aufgelassene Steinbrüche. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, dass dies hier auch verbaut wird. Derzeit ist der NATO-Zaun etwas abstossend:


NATO-Zaun am Cap Ferrat



Sonst ist der Weg an der Westküste noch sehr naturbelassen:


Sentier du Littoral am Cap-Ferrat



So geht man weiter bis zur Plage de Passable.


Plage de Passable



Nun muss man die Küste verlassen und die "Anschlussstelle" der Halbinsel in Richtung Beaulieu abschneiden. Man kommt bei der Villa Ephrussi de Rothschild vorbei, die sehr sehenswert ist. Wir peilen aber die Besichtigung einer anderen Villa am Weg an.


Pförtnerhäuschen der Villa Ephrussi



Die Villa, die wir im Auge haben, befindet sich auf einen kleinen Kap östlich des kleinen Hafens von Beaulieu:


Port des Fourmis



Hier wurde zur zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Villa im Stil der griechischen Antike errichtet, inklusive Innenarchitektur und Möbel, ohne jedoch auf Lebensqualität zu verzichten: die Villa Kérylos.


Südseite Villa Kérylos




Peristyl der Villa Kérylos




Waschbecken im Balaneion




Bibliothek der Villa Kérylos




Mosaik mit Wein erntenden Faunen im Oikos der Villa Kérylos



Unsere Wanderung ist aber noch nicht abgeschlossen, wir müssen an der Ostküste noch zum Kap vor.

Blick zurück zur Villa Kérylos:


Villa Kérylos und Berg Tête de Chien



Nach einer langen Uferpromenade kommt man zum Hafen von St. Jean:


Boote im Hafen von Saint-Jean-Cap-Ferrat



Es folgt eine Umgehung von mehreren Häusern und anschliessend geht es wieder hinab ans Ufer:


Plage de la Paloma und Anse de la Scaletta



Hier eine Seltenheit des Küstenwegs an der Côte d'Azur und der Riviera: eine reine Nordküste:


Kakteen am Weg auf der Presqu'île du Cap Ferrat



An der Südseite stehen einige andere alten Villen:


Villa in der Avenue Claude Vignon



Und dieser eigenwillige unbebaute Bereich ist auch hier:


Ehemaliger Steinbruch am Cap Ferrat



Am Kap gelangt man wieder zum Leuchtturm:


Weg auf der Pointe Causinière und der Leuchtturm am Cap Ferrat



Der Weg ist hier wichtig, denn der erodierte Kalk daneben ist wirklich mühsam:


Küstenweg am Cap Ferrat



Diese Tour ist hier genauer beschrieben Das Cap Ferrat und seine Halbinsel.

Die Wettervorhersage meint am Abend soll es gewittrig werden und da an dieser Küste die freien Stellplätze Mangelwaren sind und eine Dusche gang angenehm wäre, peilen wir den Camping la Bergerie in Vence an. Der Campingplatz ist zwar riesig, aber die Verwaltung wie bei einem kleinen Platz, jedenfalls in der Nebensaison.

[Fortsetzung folgt!]
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Alt 16.12.2018, 12:31   AW: [FR-ES-PT] 3 Wochen pro Land im Frühling 2018   #4 (Link direkt zu diesem Beitrag)   nach oben 
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30. März 2018, Tag 3: Markt in Valbonne

Der Himmel bleibt bedeckt und immer wieder regnet es etwas. Das wäre ein guter Anlass, einfach weiter nach Westen zu fahren, aber wir haben ein paar Bekannte in der Provence, und die ausgemachten Treffen wollen wir wahrnehmen. Somit einmal ein Ruhetag.



Place des Arcades in Valbonne mit dem Markt



Mit einem dieser Braten überdauern wir den Regentag


Grillkoch am Markt in Valbonne



31. März 2018, Tag 4: Tourrettes-sur-Loup


Wir hätten den Vortag nicht abgesessen, wenn wir nicht gewusst hätten, dass es nun besser wird. In Tourrettes-sur-Loup bleibt man auch in der Nebensaison besser am Parkplatz im Westen, auch wenn die 190cm-Balken etwas hinderlich sind. Wenn man die Ausfahrt des Einwohnerparkplatz nimmt, kommt man auch mit grosseren Campern rein... Anschliessend gibt es im Sommer einen Shuttledienst, man geht aber echt nur 10 Minuten flach ins Dorf und hat von diesem Weg am Vormittag die beste Aussicht:



Tourrettes-sur-Loup von der Rue de la Bourgade gesehen



Gassen um sich gänzlich zu verlieren


Grand Rue in Tourrettes-sur-Loup



Das Dorf hat einen wehrhaften Charakter:


Südseite von Tourrettes-sur-Loup



Theoretisch sollte man bis zum Meer hinab sehen:


Alter Eisenbahnviadukt im Vallon des Bouirades


An der Côte d'Azur gibt es einige Kapellen, welche Künstler verhübscht haben wollen. Diese hier ist weniger bekannt, vielleicht liegt es daran, dass der Künstler auch politisch ein unguter Extremist war?


Fresken von von Ralph Soupault in der Chapelle de St. Jean



In Sachen Originalität kann auch dieses Zusatzschild gute Dienste leisten:


"Schnell" lesbares Zusatzschild in Tourrettes-sur-Loup



31. März 2018: Plage des Estagnets


Am Nachmittag machen wir einen grossen Sprung nach Westen bis nach Hyères. Wir lieben den Surfer-Strand in Giens, weniger zum Surfen, sondern wegen seinen tollen Sonnenunter- und -aufgängen. Zudem ist es hier immer sehr ruhig, jedenfalls abseits des Sommers. Bei Wind sind die Surfer echt bis zum letzten Tageslicht unterwegs, über Nacht bleiben nur ganz wenige.




Surfer und Kite-Surfer an der Plage des Estagnets




Anhebender Kite-Surfer in Giens



Manche freuen sich über Publikum:


Der Kite-Surfer grüss den Photographen




Hoch schwebender Kite-Surfer




Kite-Surfer an der Plage des Estagnets




31. März 2018: Wanderung zur Baie du Niel und zur Plage des Darboussières

Wir sind zu früh da und da wir auf der Halbinsel Giens den mittleren und südlichen Teil noch nicht erwandert haben, machen wir uns gleich vom Stand auf den Weg. Der schlechte Zustand des Pfads, der auch teilweise gesperrt ist, der starke Wind und die Wellen lassen uns aber recht grosse Umwege machen. Die Küste ist aber eindrucksvoll, gerade bei diesem windigen Wetter.


Recht sprechende Strassennamen haben sie hier:


Weg am Ende des Chemin du Béton



Die Rechtslage in Frankreich (Haftungsfragen) ist etwas skurril. So schaut eine temporäre Sperre aus, die bereits seit 17 Jahren gilt:


Temporäre Sperre des Küstenwegs seit 2001



Aber natürlich kommt man trotzdem locker durch, der Weg ist markiert und freigeschnitten


Wegbeginn beim Chemin du Béton



Aber hier sieht man vielleicht einen Grund der Sperre. Solche Bauten sind strikt illegal. Rein rechtlich gesehen dürfte hier jeder baden, weil der Grund im Küstenbereich öffentlich ist.


Schwimmbeckeb im Uferbereich



Der Weg geht bergauf, aber vor dem Port du Niel wieder auf Meeresniveau herab. Hier macht uns der Wind einen Strich durch die Rechnung. Wir müssen also zurück, und diesen Abschnitt umgehen.


Blick zurück in Richtung Chemin du Béton



Nach der Umgehung kommt man trotzdem zum Port du Niel, aber leider herrscht hier Anfang 2018 eine Grossbaustelle. Hier sehen wir jedoch auf dem Wegabschnitt zurück, der uns zu "feucht" erschien!


Wellen schlagen an den Uferweg westlich des Port du Niel



Nach dem Hafen wieder ein Umweg hinten herum, diesmal noch höher hinauf:


Treppen an der Avenue des Sternes nach Haut du Niel



Vor uns der Westen der Halbinsel Giens


Baie des Darboussières



Unten tobt das Meer, der Weg oben ist gut angelegt!


Bewegtes Meer auf der Höhe von Pierras




Felsen an bei der Pointe des Morts



Im Wald gibt es hier Holzhütten, die so gar nicht zu den sonstigen Villen passen


Hütten im Wald bei Pierras



Von der Plage des Darboussières kann man die Halbinsel zum Port de la Madrague queren. Leider geht es dann an der Stasse zurück. Es gibt keine Alternative, keinen Gehsteig, keinen Uferweg, keinen Bus zu unserer Zeit. Aber gut, wir wussten, dass dies eine unvollständige Runde werden sollte.


Wir kehren zu unseren Bus am Strand zurück, dort ist noch ein letzter Kitesurfer unterwegs:



Kitesurfer beim Sonnenuntergang



Wie schon so oft warten wir nach dem Sonnenuntergang, dass sich der Wind legt, aber diesmal bläst er die Nacht ungut durch.

[Fortsetzung folgt!]
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1. April 2018, Tag 5: Dolmen de Gautabry im Massif des Maures

Der Wind bläst weiter böse am Meer, also schauen wir ins ruhigere Hinterland, im Massif des Maures ist Frühling und alles blüht.


Blumen zwischen den Weinreben



Der Zustieg zum Dolmen ist etwas fad, aber dafür kann man gemütlich nebeneinander gehen:


Forststrasse und der Berg Signal du Favanquet


Die Markierungen sind irreführend, der Dolmen de Gaoutabry hat keinen Deckstein und hatte wahrscheinlich auch nie einen.


Piktogramm-Markierung zum Dolmen de Gaoutabry



Es handelt sich um den grössten Dolmen im Départent Var. Das Gestein hier (brösliger Glimmerschiefer) eignet sich nicht wirklich für diese Gräberbauten. Deswegen denkt man, dass die Abdeckung ursprünglich aus Holz bestanden haben muss.


Dolmen de Gaoutabry



Aber man hat auch eine gute Aussicht von hier:


Le Mont Faron, Coudon und Mont Caume




Panorama vom Dolmen de Gaoutabry zum Meer



Wir gehen in einen grossen Bogen rund um dieses Tal zurück:


Vallon de Gautabry



Unten kommen wir wieder an Weinfeldern vorbei:


Beim Weiler Notre Dame des Maures



Die Tour ist hier näher beschrieben: Dolmen de Gaoutabry, Seltenes Steinzeitgrab auf einem Hügel im Massif des Maures.

Wir kommen am frühen Nachmittag zurück zu unserem Bus und wir suchen nach einen netten Platz zum Picknicken. Direkt hier an der Strasse ist es nicht so toll, aber etwas weiter nördlich findet man einen Platz im Korkeichenwald. Hier ist gar nichts los, wir machen es uns gemütlich und bleiben auch über Nacht hier.


Beim Lesen
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2. April 2018, Tag 7: Wanderung auf der Halbinsel von Saint Mandrier

Wir befinden uns auf einem hügeligen Landstrich vor Toulon, der die grosse Bucht schützt und so den Militärhafen dort begründet, der hier seit 800 besteht. Leider ist die Gegend sehr stark urbanisiert, man reist am besten mit Zug und Fähre zur Halbinsel. Da noch Nebensaison ist, schaffen wir es auch mit dem Camper.

Es fängt bei der Plage des Sablettes einfach an:


St. Elme am Ende der Plage des Sablettes



Gleich hinter dem Hafen wird es felsig und bei Wind sicher auch feucht.


Am Weg rund um die Pointe St. Elme



Die Felsformen sind es wert hier vorbeizukommen:


Wollsackverwitterung an der Pointe Saint Elme



Weiter im Osten (Plage St. Asile) stehen die Villen leider zu nahe am Meer.


Küstenweg zwischen Plage St. Asile und Pointe de Marégau



Anschliessend geht es rauf, mit dieser Möglichkeit in eine enge Felsbucht abzusteigen:


Pause östlich der Pointe de Marégau



Der Abstecher hat seinen Preis:


Treppe östlich der Pointe de Marégau



Auch das Kap ist durch Militärgebiete zerstückelt:


Warnschilder bei der Batterie du Gros Bau



Aber dazwischen gibt es auch natürliche Abchnitte:


Östlich derBatterie du Gros Bau



Wieder etwas Siedlungsgebiet:


Plage de la Coudoulière (Blick zurück)




Corniche d'Or



Und hinter dem Militärgebiet ma Kap wieder zurück:


Hinter dem Cap Cépet




Abstieg zur Ortszentrum von Saint-Mandrier



Im Ortsgebiet:


Wildschweinwarnung



Zurück weiter über den waldigen Kamm in der Mitte:


Chemin piétonnier forestier Ardisonne



Eine präzisere Beschreibung der Tour ist unter Halbinsel von Saint-Mandrier, Wilde Natur mitten im Stadtgebiet zu finden.

[Fortsetzung folgt!]
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