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Damit könnten auch betagte Wohnmobile in die Umweltzonen fahren Möglich wird die Umrüstung im Reisemobil durch ein neues Motorkonzept - dem Gas-Diesel. Während Benzin-Pkw längst auf Erd- oder Flüssiggas umgerüstet werden, gibt es das für Dieselfahrzeuge noch nicht. Das Problem: Während sich Diesel in der durch hohen Druck erwärmten Luft selbst entzündet, brennt das Gas nicht ohne Zündfunken. Der Trick des neuen Motors: Beide Brennstoffe werden kombiniert. Das Autogas wird bereits im Saugrohr mit der Frischluft vermengt, und dann reicht es, eine kleine Menge Diesel in den Zylinder einzuspritzen, um das Gemisch zur Explosion zu bringen. Die Hälfte der sonst üblichen Menge Sprit reicht völlig aus. Der Rest wird durch das Flüssiggas ersetzt, man spart so Sprit und verringert den CO2-Ausstoß. Diese Erfindung zielt auf tausende von Wohnmobilfahrern, denen die aktuellen Schadstoffgrenzwerte einen Strich durch die Reiseplanung machen. "Es gibt in Deutschland etwa 500.000 Reisemobile, von denen die Hälfte nach Euro II oder schlechter eingestuft ist. Und das bedeutet, diese Autos erhalten eine rote Umweltplakette. Weil zudem viele Städte die Regelungen für die Umweltzonen verschärfen wollen, müssen zahlreiche Wohnmobile künftig draußen bleiben. Es sei denn, diese Autos werden umgerüstet. Denn mit der Verbrennung von Gas geht der CO2-Ausstoß zurück, und auch die alten Fahrzeuge erfüllen damit die Euro-IV-Werte. Eine solche Umrüstung würde wohl zwischen 6000 und 8000 Euro kosten. Allein durch Ersparnis beim Tanken ist diese Summe nicht wieder hereinzuholen. Doch das Hauptargument der Entwickler ist nicht das Geld, sondern der uneingeschränkte Aktionsradius. Dabei kommt ihm die Mentalität der Auto-Urlauber entgegen. Die Fahrzeuge werden in der Regel viele Jahre gefahren und nicht so oft erneuert wie ein Pkw. Da investieren die Kunden eher in die Modernisierung, zumal Reisemobile natürlich auch teurer sind, als konventionelle Autos. |
Moin auch,
diese Variante klingt sehr interessant und würde vielen Dieselfahrern entgegen kommen. Wenn der Preis nicht wäre.

6.000 bis 8.000 € sind doch eine ganze Menge Geld, auch für Wohnmobilfahrer. Da muss man schon eine sehr innige Beziehung zu seinem Gefährt entwickelt haben, um eine solch hohe Summe zu investieren.
Und uneingeschränkt mobil, wie es dargestellt wurde, ist man ja auch nicht. So wie ich es verstanden habe, muss man eine Tankstelle anfahren, wenn eine Sorte Brennstoff verbraucht ist, da der Motor ein Brennstoffmix verlangt. Bei der Benzin-/Gasvariante legt man einfach einen Schalter um und fährt weiter. Der Aktionsradius erweitert sich natürlich erheblich.
Aber die Entwicklung scheint wohl noch im Anfangsstadium zu sein, so dass in einigen Jahren mit preiswerteren Angeboten gerechnet werden kann. Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft.